Der März begann für die Damen der HSG Langen mit einem Spiel gegen den TuS Zwingenberg. Eine Begegnung der einfacheren Kategorie, die man zwar deutlich für sich entscheiden konnte, in der man jedoch phasenweise nicht ganz die eigene Leistungsstärke abrief. Insgesamt stand jedoch ein ungefährdeter Sieg zu Buche, auch wenn noch Luft nach oben blieb.
In der darauffolgenden Woche wartete das Spitzenspiel in der Bezirksliga gegen die SG Arheilgen, die zu diesem Zeitpunkt den ersten Tabellenplatz belegte. Das Hinspiel hatte die HSG unglücklich mit einem Tor verloren, sodass die Motivation entsprechend groß war, es diesmal besser zu machen. Trotz einiger personeller Ausfälle ging das Team entschlossen in die Partie – mit dem klaren Ziel, alles zu investieren und das Spiel für sich zu entscheiden.
Die Rahmenbedingungen waren entsprechend eines Spitzenspiels: Die Halle war gut gefüllt, zudem begleiteten zahlreiche Langer Zuschauer die Mannschaft und sorgten für zusätzliche Unterstützung.
Taktisch gut eingestellt, nahm die HSG frühzeitig die stärkste Spielerin der Gastgeberinnen in Manndeckung. Der Start verlief positiv: Langen ging schnell in Führung. Ein frühes Zeichen der Anfangsnervosität auf Seiten der SG Aheiligen zeigte sich bei einem Siebenmeter, den auch eine routinierte und spielstarke Akteurin nicht verwandelte – der Ball ging am Tor vorbei.
In der folgenden Phase fand die SG Aheiligen jedoch besser ins Spiel, konnte den Rückstand ausgleichen und sich schließlich eine knappe 12:11-Halbzeitführung erspielen.
In der Kabine machte das Trainergespann Klenk/Becker deutlich, dass in der zweiten Halbzeit nochmals alles investiert werden müsse. Diese Ansage setzte die Mannschaft eindrucksvoll um. Die Defensive agierte nun stabiler, Gegenspielerinnen wurden früher gestört, und im Angriff spielte Langen mit viel Leidenschaft und Entschlossenheit.
Besonders treffsicher zeigte sich Caro Jendricke, die ab der zweiten Halbzeit alle Siebenmeter sicher verwandelte und insgesamt neun Tore zum Erfolg beitrug. Ihre Konstanz von der Linie war in der engen Partie ein wichtiger Faktor.
Das Spiel blieb bis in die Schlussphase offen. Erst in der 50. Minute gelang es der HSG, sich erneut mit drei Toren abzusetzen. Wie es sich für ein echtes Spitzenspiel gehört, wurde es in den letzten Minuten noch einmal körperlich und intensiv. Beide Teams schenkten sich nichts, jedes Tor musste hart erarbeitet werden. Aufgrund der hohen Intensität und der robusten Zweikämpfe kam es dabei auch zu zahlreichen Unterbrechungen, wodurch der Spielfluss immer wieder ins Stocken geriet. Dennoch behielt die HSG in dieser Phase die nötige Ruhe und den längeren Atem.
So konnte man sich – anders als im Hinspiel – diesmal über einen verdienten Sieg freuen. An diesem Tag wollte die HSG einfach mehr und zeigte genau die Leidenschaft, die es in einem Spitzenspiel braucht.
Liga: Bezirksliga - Damen
Team: HSG Langen
Veröffentlicht am 16.03.2026